Die Geschichte des Klinikums: Tradition und Fortschritt


Schon der Name des Klinikums sagt, wo die Wurzeln dieser heute vorbildlichen medizinischen Institution liegen: Der „Dritte Orden“ (die Tertiaren) waren ursprünglich Männer und Frauen, die sich im 13. Jahrhundert dem Heiligen Franz von Assisi anschlossen. Sie legten nicht die Klostergelübde ab, widmeten ihr Leben aber der Fürsorge der Kranken
Auf diese tätige Nächstenliebe besinnt sich 1902 eine Gruppe von Frauen in München. Sie wollen die schreckliche Not großer Teile der Bevölkerung, insbesondere der Kranken, nicht mehr länger passiv hinnehmen. Unter dem Namen „Tertiarinnen“, sammeln sie Mitglieder und Spendengelder und gründen „Die Krankenhilfe des Dritten Ordens,“ die mit Hilfe von Krankenschwestern rasch und unbürokratisch ihre Arbeit aufnimmt.


Innerhalb weniger Jahre entstehen Zweigstellen im gesamten ober- und niederbayerischen Raum.

1912 keimt auch die Idee, eine Schwesternschule zu gründen und parallel dazu eine eigene Krankenanstalt, um eine exzellente Ausbildung des Nachwuchses sicher zu stellen: So entsteht das „Krankenhaus Nymphenburg“, die „Keimzelle“ des heutigen Klinikums.
Im Lauf der Jahre erfährt das Krankenhaus immer wieder umfangreiche Ausbau- und Umbauphasen, unterbrochen vom Ersten und Zweiten Weltkriegs, in denen es als Lazarett dient. 1979 wird die inzwischen „Krankenhaus Dritter Orden“ genannte Einrichtung  zum Akademischen Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zwischen 1985 und 2001 erfolgt eine Gesamtsanierung des Hauses, 2002 kann die neu erbaute Kinderklinik ihre Arbeit aufnehmen. 2003 wird dem Krankenhaus die Versorgungsstufe III zu erkannt (Krankenhäuser mit dieser Stufe erfüllen in Diagnose und Therapie auch überregionale Aufgaben), Anfang 2007 bekommt es einen neuen Namen: „Klinikum Dritter Orden“.