24. März 2010
Infoabend zur Früherkennung und Behandlungsmöglichkeit von Darmkrebs konnte Ängste abbauen
Mit dem Ziel das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Früherkennungsuntersuchungen zu schärfen, Ängste zu nehmen und über Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten bei einer Darmkrebserkrankung zu informieren, hatte das Darmzentrum Patienten und Interessierte im bundesweiten Darmkrebsmonat März zu einem Informationsabend geladen.
Die wichtigste Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs ist die Koloskopie. Viele Patienten befürchten eine unangenehme und schmerzhafte Untersuchung. Mit dem Hinweis, dass die Vorbereitung zu einer Darmspiegelung heute längst nicht mehr so beschwerlich wie früher ist und der Patient die Untersuchung dank einer Schlafspritze überhaupt nicht mehr wahrnimmt, konnte PD Dr. Andreas Eigler, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I am Klinikum Dritter Orden, bei seinen Zuhörern diese Ängste abbauen.
Die chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten bei einer Darmkrebserkrankung stellte Dr. Detlef Krenz, neuer Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, vor. In seinem Vortrag ging Dr. Krenz auf die Fortschritte ein, welche die minimal-invasive Operationstechnik gemacht hat, so dass die so genannte Schlüssellochchirurgie, eine für den Patienten möglichst schonende OP, auch beim Darmkrebs erfolgreich durchgeführt werden kann.
Abschließend informierte Dr. Ingo Suttmann, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin I, über Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweise der Chemotherapie. Hierbei erfuhr das Publikum, dass bei einer Chemotherapie zwischen einer unterstützenden "Chemo", sprich einer den Heilungsprozess fördernden Therapie und einer die Beschwerden lindernden Therapie zu unterscheiden ist. Die unterstützende Chemotherapie kann in bestimmten Tumorstadien die Heilungschancen deutlich erhöhen.
Eine wesentliche Erkenntnis nahmen die Zuhörer an diesem Abend alle mit: Die Vorsorgeuntersuchung kann Darmkrebs in den meisten Fällen verhindern und auch die Erkennung früher Stadien verbessert die Heilungschancen deutlich, da 80 bis 90 Prozent der frühen Stadien heilbar sind.
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